Viertakt-Baby
Nach einigen Wochen der Testflüge mit dem originalen Heli-Baby kam in mir der Gedanke auf, warum man nicht einmal einen Viertaktmotor im Heli-Baby einsetzen sollte. Kühlgebläse und Kupplung stammen beim Heli-Baby ja von einem 10ccm-Hubschrauber ab, sind also nicht zu klein dimensioniert. Im Vorwärtsflug geht die Leistungsaufnahme des Modelles spürbar zurück, Kunstflug wird mit dem Heli-Baby nicht ausgeführt und im Landeendanflug kann der Viertakter sein hohes Drehmoment dann ausspielen. Dies sind eigentlich ideale Voraussetzungen für einen Viertaktmotor, wenn...ja wenn der Ventiltrieb nicht wäre. Der passt definitiv nicht in das Originalchassis hinein. Auf der diesjährigen Nürnberger Messe ist mir auf dem aeronaut-Stand ein Schnittmodell des Saito FA56 Motors aufgefallen. Der Motor ist exzellent verarbeitet und ich bestellte einen Mustermotor in der Ausführung GK ("Golden Knight") mit schwarz beschichtetem Gehäuse und goldenen Ventildeckeln. Das Einlaufen des Motors erfolgte auf einem Prüfstand mit einem 12x6 Propeller. Nach zwei Tankfüllungen mit 5 prozentigem Synthetiksprit bei häufig wechselnden Drehzahlen (erste Tankfüllung nicht über 5000 UpM) war der Motor eingelaufen und voll belastbar. Besonders gut konnte der niedrige Leerlauf ohne Nachglühen, das spontane Gasannehmen und die gute Regelbarkeit gefallen. Da der Motor ein echter Hingucker ist, beschloss ich, ihn umzudrehen und optisch gut zu positionieren. Bei dem so entstandenen Chassis mit tiefliegendem Tank und umgekehrter Rotorwellenposition habe ich mich zugegebenermaßen recht weit vom originalen Heli-Baby entfernt, wollte aber, da es hier ja nicht mehr um Vorbildgetreue geht, gleich eine optimale Positionierung aller Komponenten erreichen und die ist bei einem Viertaktmotor zuweilen etwas anders als beim Zweitakter. Parallel werde ich natürlich auch noch den neuen OS FS 56 testen, der ebenfalls schon bereit liegt.  
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